Accointing Wöchentlicher Krypto-Newsletter

Accointing Weekly | 6. Mai

Unser wöchentlicher Krypto-Newsletter ist da! Erfahre mehr über die mögliche Verlängerung der Haltefrist in Deutschland und wie die Bored Apes Ethereum zum Absturz brachten. Lies außerdem, was es bedeutet, wenn ein Land Krypto als gesetzliches Zahlungsmittel einführt, und wie du Yield Farming und Liquidity Mining zu deinem Vorteil nutzen kannst!

Erste Diskussionsrunde zum BMF-Entwurf bringt neue Erkenntnisse

In der vergangenen Woche konnte nach Ende des ersten Blockchain-Roundtables der FDP-Bundestagsfraktion bei den Teilnehmern in viele zufriedene Gesichter geblickt werden und auch die deutsche Krypto Community durfte aufatmen. Was war passiert?

Nachdem das Bundesfinanzministerium (BMF) im letzten Sommer einen Entwurf zur Besteuerung von Kryptowährungen veröffentlichte, war fortan eines der meist diskutierten Themen, die mögliche Verlängerung der Haltefrist auf zehn Jahre für eingesetzte Kryptowährungen zur Einkünfteerzielung wie. z.B. Staking. Dieser Vorschlag scheint nun vom Tisch und eingesetzte Kryptowährungen für Lending oder Staking können nach einem Jahr Haltefrist weiterhin steuerfrei verkauft werden.

In den kommenden Monaten wird das finale BMF-Schreiben erwartet, sodass es hoffentlich noch vor Abgabefrist der Steuererklärung 2021 am 01.08.2022 mehr Rechtssicherheit geben wird. Unabhängig davon, wird aktuell ebenfalls diskutiert, ob die Abgabefrist bis Ende September verlängert wird. Es wäre also noch etwas mehr Zeit um weitere Themen, wie die steuerliche Behandlung von Defi und NFTs, im BMF-Schreiben zu konkretisieren.

Yuga Labs Verkäufe überwältigen Ethereum

Yuga Labs, die Firma hinter den Bored Ape Yacht Club & Mutant Ape NFT- Kollektionen, veranstaltete letzten Samstag ein Sale für 55.000 virtuelle Grundstücke in ihrem angekündigten „Otherside“ Metaverse Projekt. Mit einem Durchschnittspreis von $5.800 pro NFT-Grundstück sammelten sie $320 Millionen an Krypto ein und Sekundärverkäufe erreichten einen Wert von $586 Millionen laut CryptoSlam.

Die Nachfrage war so enorm, dass die Aktivität des Event die gesamte Ethereum Blockchain beeinflusste. Normale Transaktionen verzögerten sich zum Teil für mehrere Stunden und die durchschnittliche Gas-Gebühr für das minten eines Grundstücks lag bei etwa $6.000 oder 2 ETH, wobei einzelne Käufer berichten bis zu $44.000 bezahlt zu haben.

Der gesamte Sale kostete laut Etherscan rund 120 Millionen US-Dollar an Gas-Gebühren und es wurde die berechtigte Frage aufgeworfen ob dies hätte vermieden werden können. Laut Experten zumindest teilweise, wenn Yuga sich dafür entschieden hätte Gas-Optimierungs-Strategien in den Smart Contract welcher in Zusammenhang mit dem Verkauf stand, zu implementieren.

Zugleich ist es unklar was „Otherside“, neben einer Gelddruckmaschine für Yuga Labs, eigentlich ist. Bisher scheint es einfacher zu sein gehypte NFTs zu verkaufen und die BAYC-Marke auszuschlachten, als ein Metaverse aufzubauen das Leute tatsächlich benutzen möchten. Ob Investoren und Spekulanten einen großen ROI sehen werden ist also unklar, insbesondere in anbetracht eines kürzlich erschienenen Berichts des Wall Street Journal, laut dem NFT-Verkäufe um über 90%  gegenüber ihrem Höchststand im September letzten Jahres zurückgegangen sind.

Zentralafrikanische Republik führt BTC als gesetzliches Zahlungsmittel ein

Die Zentralafrikanische Republik (ZAR) ist nach El Salvador das zweite Land der Welt, das Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel einführt. Der Gesetzentwurf wurde von allen Gesetzgebern des Landes einstimmig angenommen. Damit wird Bitcoin neben dem CFA-Franc zur offiziellen Währung und die Nutzung aller Kryptowährungen wird legalisiert. Die Einführung von Kryptowährungen als offizielles Zahlungsmittel bedeutet, dass Gewinne und Verluste aus dem Handel nicht besteuert werden müssen.

Die Zentralafrikanische Republik ist eines der ärmsten Länder der Welt mit einer Bevölkerung von weniger als 5 Millionen Menschen, von denen nur etwa 11% Zugang zum Internet haben.

Der Internationale Währungsfonds kritisierte die Entscheidung und erklärte, dass die Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel “große rechtliche, transparente und wirtschaftspolitische Herausforderungen mit sich bringt”. Das Gesetz wurde außerdem ohne Rücksprache mit der regionalen Zentralbank verabschiedet, die eine gemeinsame Währung für sechs Länder, darunter auch die ZAR, verwaltet.

DeFi: Yield Farming und Liquidity Mining

Einige der größten Vorteile, die DeFi im Vergleich zum traditionellen Bankensystem bietet, sind Yield Farming und Liquidity Mining. Dank Yield Farming können Anleger ihre Krypto-Vermögenswerte über einen intelligenten Vertrag in einem Liquiditätspool ausleihen. Diese Pools nutzen die investierten Kryptowährungen anderer Personen, um das Ausleihen oder den Tausch eines Tokens gegen ein anderes auf der entsprechenden Plattform zu ermöglichen.

Die Vermögenswerte werden dann durch das Protokoll verliehen, und die Besitzer werden mit einer jährlichen prozentualen Rendite und manchmal einem eigenen Token belohnt. Liquidity Mining geht noch einen Schritt weiter, da der Investor zwei Vermögenswerte statt einem bereitstellen muss.

Ihre Token werden von der Plattform verwendet, und die Eigentümer werden mit dem nativen Token und einem Prozentsatz der Gebühren belohnt. Yield Farming und Liquidity Mining sind eindeutig ein Vorteil gegenüber dem traditionellen Bankwesen, da es keinen Mittelsmann gibt und der Nutzer am meisten davon profitiert. 

Lese mehr darüber, wie Liquidity Mining und Yield Farming besteurt werden in unserem Blog Artikel

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