Accointing Wöchentlicher Krypto-Newsletter

Accointing Weekly: 16. September

Unser wöchentlicher Krypto-Newsletter ist da! Erfahre mehr über die steuerlichen Auswirkungen des ETH Merge, das globale Krypto-Steuer-Ranking für das Jahr und wie die LUNC Burn Tax deine Krypto-Steuern beeinflusst.

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Die steuerlichen Auswirkungen des ETH Merge

Der lang erwartete Merge von Ethereum wurde gestern komplett durchgeführt. Damit wurde das Netzwerk von dem energieintensiven Konsensmechanismus Proof-of-Work- auf Proof-of-Stake umgestellt, was das Ende der energieintensiven Mining-Ära einläutete. Das Ziel war es, das Ethereum Mainnet mit der Beacon Chain zu integrieren. Dabei handelt es sich um ein Protokoll-Upgrade mit dem Ansatz, einen neuen Konsensmechanismus zu etablieren, um die Legitimität von Transaktionen zu bestimmen und sich auf Validatoren zu verlassen, die diese verifizieren und neue Blöcke hinzufügen. Wenn du lediglich ein Ethereum-Nutzer bist, musst du nichts tun, denn die Umstellung wird automatisch durchgeführt. 

Wenn es um deine Steuern geht, hat der Merge selbst keine steuerlichen Auswirkungen, da es sich um eine Aktualisierung des Netzwerks handelt.. Einige andere Ereignisse können jedoch steuerpflichtig sein, wie z.B. eine nachfolgende Hardfork oder die Umwandlung von ETH-Einsätzen. Darüber hinaus gibt es steuerliche Auswirkungen, die du im Zusammenhang mit dem Einsetzen von ETH 2.0, dem allgemeinen Einsetzen (oder Sparen) von Belohnungen sowie dem Tausch von ETH in andere Vermögenswerte beachten musst. All dies wird als Einkommen besteuert. Der Merge wird den Entwicklern den Weg ebnen, mehr Apps zu entwickeln und viele neue Funktionen auf der Ethereum-Blockchain hinzuzufügen.

Coincub veröffentlicht weltweites Krypto-Steuer-Ranking 2022

In einer kürzlich veröffentlichten Studie analysierte Coincub anhand verschiedener Faktoren, welche Länder weltweit den inländischen Investoren die steuerlich besten Rahmenbedingungen bieten. Gefolgt von Italien, der Schweiz, Singapur und Slowenien liegt Deutschland auf Platz 1. Dies beruht auf der durchaus progressiven Ausrichtung und den Bestrebungen des Finanzministeriums, steuerrechtliche Regelungen für Kryptowährungen zu schaffen. Außerdem sind Gewinne aus langfristigen Investments von über einem Jahr steuerfrei, was für Investoren durchaus sehr attraktiv ist und perfekt zu der in Deutschland traditionell eher hohen Sparquote passt. Mit einem Steuersatz von 33% auf Gewinne mit Kryptowährungen und bis zu 50% für gewerbliche Investoren landet Belgien hinter Island, Israel, den Philippinen und Japan auf dem letzten Platz. Einen der hinteren Plätze belegt ebenfalls Indien mit der vor kurzem eingeführten Transaktionssteuer von 1%, was die Tradingaktivitäten der Investoren aktuell deutlich beeinträchtigt.

Steuerparadies Bahamas auch für Kryptoinvestoren attraktiv 

Es gibt keine Steuern auf Gewinne mit Kryptowährungen und auch für Unternehmen bieten die Bahamas einen steuerlich lukrativen Standort. Wer sich jedoch nun als Investor überlegt, in die Bahamas auszuwandern, sollte sich vorher über die steuerrechtlichen Folgen informieren und klären, ob es Doppelbesteuerungsabkommen gibt und wie Kryptowährungen dabei behandelt werden.

Wie wirkt sich das Verbrennen von LUNC auf meine Steuern aus?

Während der Markt in dieser Woche eine Art Achterbahnfahrt erlebte, bei der sowohl der CPI-Bericht als auch die ETH-Merge für Schlagzeilen sorgten, gab es eine Kryptowährung, die sich unerwartet besser geschlagen hat als der Rest: Terra LUNA Classic (LUNC). Zwischen der Übernahme des Projekts durch die Community und der 1,2%-igen Burn Tax gab es eine Menge Hype um den möglichen Kursverlauf von LUNC. Dabei sollte man nicht die  steuerlichen Auswirkungen der Burn Tax vergessen.

Für alle, die das Pech hatten, durch den Zusammenbruch von Terra LUNA Verluste zu erleiden, gilt: Wenn du Terra LUNA mit Verlust veräußert oder verkauft hast, kannst du je nach Haltefrist die realisierten Verluste von deinen Gewinnen abziehen. Alle darauf folgenden Airdrops müssen auf der Grundlage des Marktwerts zum Zeitpunkt des Erhalts der neuen Coins gemeldet werden, während alle Gewinne aufgrund des jüngsten Kursanstiegs von LUNC, genauso wie alle anderen Gewinne zum Zeitpunkt der Veräußerung zu versteuern sind.

Was passiert jedoch mit der 1,2 % Burn Tax auf jede Transaktion? Leider gibt es dazu keine offizielle Anleitung. Ein Ansatz besteht darin, diese Steuer wie alle anderen Kosten z. B. Gasgebühren zu behandeln und sie zu den Anschaffungskosten der erhaltenen Vermögenswerte hinzuzurechnen. So erhältst du zwar aufgrund der Burn Tax weniger LUNC, aber in den Anschaffungskosten ist das enthalten, was verbrannt wurde, und die erzielten steuerrelevanten Veräußerungsgewinne fallen bei Verkauf geringer aus. Bei größeren Summen ist es immer ratsam, einen Steuerberater zu konsultieren.

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