Accointing Weekly: 21. Oktober

Unser wöchentlicher Krypto-Newsletter ist da! Erfahre mehr über Portugals Pläne zur Besteuerung von Krypto, wie die Fair-Value-Bilanzierung von Krypto aussehen wird und die neuen Krypto-Depotservices von BNY Mellon!

Melde dich hier an, um diesen Newsletter jeden Freitag in deinem Posteingang zu erhalten!

Portugal plant erstmals Steuern auf Kryptowährungen 

Der im Südwesten Portugals gelegene “Bitcoin Beach” ist für viele Krypto-Investoren aus ganz Europa seit langem ein beliebter Treffpunkt. In der Bam Bam Beach Bar traf man sich mit Gleichgesinnten und diskutierte die aktuelle Marktlage oder neue Innovationen rund um Kryptowährungen. Portugal, das vielseits gepriesene Krypto-Steuerparadies Europas, zog Investoren aus aller Welt an, was auch einer der Gründe für den rasanten Bevölkerungsanstieg um bis zu 40% zwischen 2011 und 2022 war. Mit der bisherigen Steuerfreiheit scheint nun jedoch bald Schluss zu sein. Die portugiesische Regierung hat den neuen Haushaltsentwurf für das Jahr 2023 vorgestellt, der unter anderem die Besteuerung von Kryptowährungen vorsieht. Demnach sollen, ähnlich wie in Deutschland, realisierte Krypto-Gewinne mit einer Haltefrist von über einem Jahr steuerfrei bleiben und auf alle weiteren realisierten Gewinne unter einem Jahr wird wohl in Zukunft eine Kapitalertragsteuer von 28% fällig sein.

Fair-Value-Bilanzierung für Krypto

Einem aktuellen Bericht des Wall Street Journal zufolge hat das Financial Accounting Standards Board (FASB) erklärt, dass Unternehmen die Fair-Value-Bilanzierung nutzen sollten, um Krypto-Vermögenswerte zu bewerten und auszuweisen.

Dies ist für alle börsennotierten Unternehmen relevant, die ihre Jahresabschlüsse nach den US Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) erstellen müssen. Bisher fielen Krypto-Vermögenswerte in den Bereich der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer. Diese besagt, dass Unternehmen ihre Krypto-Vermögenswerte zu historischen Kosten ausweisen und die Kosten ihrer Vermögenswerte abschreiben müssen, wenn diese wertgemindert sind. Das heißt, wenn der Wert des Krypto-Vermögenswertes sinkt, muss ein Unternehmen den Vermögenswert in seiner Bilanz abschreiben und den Verlust in seiner Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum ausweisen, in dem der Vermögenswert wertgemindert ist. Sobald der Vermögenswert abgeschrieben wurde, kann er nicht wieder zugeschrieben werden, selbst wenn der Wert des Vermögenswertes steigt. Die Umstellung auf eine Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert würde bedeuten, dass Krypto-Vermögenswerte nun zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen würden, d.h. dass es möglich wäre, die Vermögenswerte wieder aufzuschreiben, wenn der Preis steigt.

Das ist wichtig, denn aufgrund der Volatilität des Kryptomarktes können die Finanzdaten eines Unternehmens stark von der Realität abweichen. Stell dir vor, ein Unternehmen hat Bitcoin zu 35.000 USD gekauft und der Preis fällt auf 19.000 USD – nach den Regeln für immaterielle Vermögensgegenstände mit unbestimmter Nutzungsdauer würde der Bitcoin für immer mit 19.000 USD in der Bilanz verbleiben, selbst wenn der Preis von Bitcoin auf 100.000 USD steigt. Mit einer Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert würde der Jahresabschluss eines Unternehmens den Wert seiner Kryptoanlagen genauer widerspiegeln. Es wird erwartet, dass das FASB bis Ende des Jahres eine Entscheidung über einen Rechnungslegungsstandard trifft.

BNY Mellon Neuer Krypto-Verwahrungsdienst

BNY Mellon, die weltweit größte Depotbank und der älteste Kreditgeber in den Vereinigten Staaten, will in den wachsenden Krypto-Sektor einsteigen, um Dienstleistungen anzubieten, die den ständig steigenden Anforderungen und Bedürfnissen ihrer Kunden und Investoren in digitale Vermögenswerte gerecht werden. Die Bank kündigte an, dass sie Bitcoin- und Ethereum-Verwahrungsdienstleistungen anbieten wird, was eine große Veränderung im traditionellen Bank- und Finanzsektor bedeutet.

Obwohl Krypto Transaktionen ermöglichen, die nicht von Vermittlern abhängig sind, bedeutet das nicht unbedingt, dass Banken verschwinden werden. Ein wichtiger Grund, warum Banken als Institution nicht verschwinden werden, ist die Bequemlichkeit von Verwahrungsdienstleistungen. Viele schätzen zwar die Freiheit, die Kryptowährungen ihnen bieten, da sie ihr eigenes Geld verwahren können, ohne auf ein Finanzinstitut angewiesen zu sein, aber diese Freiheit ist auch mit großer Verantwortung und Angst vor Diebstahl verbunden.

Was this post helpful?

Related posts

Category icon Accointing Wöchentlicher Krypto-Newsletter
Accointing Weekly | 29. April
Unser wöchentlicher Krypto-Newsletter ist da! In dieser Ausgabe erfährst du mehr darüber, wie russische Emigranten im...
Category icon Accointing Wöchentlicher Krypto-Newsletter
Accointing Weekly | 24. Juni
Unser wöchentlicher Krypto-Newsletter ist da! Erfahre mehr über die BTC-Ansammlung der Kryptowale und die neuesten...
Category icon Accointing Wöchentlicher Krypto-Newsletter
Accointing Weekly: 14. Oktober
Unser wöchentlicher Krypto-Newsletter ist da! Erfahre mehr über den Binance-Blockchain-Hack, Indiens Pläne für ein CBDC...